19. März 2017 – Design

Die wunderschöne Welt von Tom Kühne

Unter Berücksichtigung von ökologischen und gesundheitlichen Aspekten entwirft der Berliner Tom Kühne seine Einrichtungsobjekte. Sie werden in der Hauptstadt und Umgebung in Kleinserien von Hand hergestellt.

Während der Designer ruhig in die Zukunft schaut, scheint sein Tischentwurf durch das Zimmer zu tänzeln

Die Verknüpfung des alltäglichen Gebrauchs mit der Liebhaberei

Tom Kühne kann zaubern. Der Designer kann Ecken verschwinden lassen: hinter einer aufklappbaren Tür versteckt sich der Kleiderschrank „Spiegelzimmer“ mit Platz für bis zu 80 Teilen. Durch den Spiegel verschwindet die Ecke des Zimmers, während sich der Raumeindruck illusorisch verdoppelt. So raffiniert dieser Entwurf ist, so verführerisch ist die Stehlampe „Hellebarde“. Besser als Tom kann man diesen Entwurf nicht beschreiben: „Zum Ergreifen bereit wie eine Fahne lehnt die Leuchte, aus der Achse geneigt, in fragiler Pose an der Wand. Dabei spielt sie auf den Pathos einer im Mittelalter gebräuchlichen Ordonnanzwaffe der Palastgarden an.“ Nicht aus dem Mittelalter sondern der modernen Neuzeit stammmen die Bezüge der Lampenschirme aus alten japanischen Kimonos. Jede Leuchte wird so zu einem Unikat. Für bis zu 200 Einzelstücke aus Porzellan und Glas entstand „Landadel“. Mit dem Regal aus Eichenholz wird das Einsortieren und Hausnehmen des Geschirrs zu einem sinnlichen Akt. Teller finden in feinen Rillen einen sicheren Halt – Alltagsgegenstände bekommen eine Bühne.  Drei Lieblingsentwürfe von vielen…

 

Aus geölter und gewachster Eiche ökologisch hergestellt: Landadel

Fotos: Tom Kühne

Diese und mehr Informationen, wie Dimensionen und Preise, unter www.tomkuehne.com