16. Mai 2018 – Design

Der Meta Marathon

42 Stunden nonstop Talks, Performances, Filme, Konzerte, Ausstellung und Workshops zum Thema Künstliche Intelligenz: Der META Marathon ist ein neuartiges Technologie-Festival, das vom 25. bis 27. Mai 2018 im NRW-Forum Düsseldorf stattfindet. Die Teilnehmer gestalten das Festival selbst, wechseln die Rollen vom Experten zum Laien und experimentieren mit dem neuen Format – inklusive Übernachtung vor Ort. Festivaldirektor ist der Futurist und Unternehmer Christopher Peterka

ALGOBABEZ performance (Joanne Armitage and Shelly Knotts) / Photo Paul Higham
© Danny Frede
© Danny Frede

Ein neuartiges Technologie-Festival und ein digitales Happening: META ist eine Einladung an die Teilnehmer, an einem offenen Prozess mitzuwirken und gemeinsam neue Gedanken zur Digitalen Moderne und Künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Damit schert META aus der Serie von Digitalkonferenzen und Ausstellungen aus, die mehr über Phänomene sprechen als selbst Teil dessen zu sein.

META folgt der Annahme, dass die Veränderungen durch digitale Technologien so grundlegend sind, dass sie neue Arten des Erforschens und Verstehens erfordern. Die Teilnehmer sind eingeladen, in einem 42-stündigen Marathon, gespickt mit Programmimpulsen rund um die Uhr, gemeinsam zu arbeiten – in Workshops, Laboren und Talks mit zum Teil radikal-explorativen Methoden – und der Möglichkeit im NRW-Forum zu übernachten.

Wie wird in Zukunft Sprache aussehen und wie werden wir sie benutzen? Wie verändert sich Kommunikation durch digitale Medien? Was sind die wichtigsten Fähigkeiten, wenn Maschinen und Künstliche Intelligenz in der Lage dazu sind, menschliche Arbeiten durchzuführen? Wie nehmen wir einander wahr und kommunizieren miteinander in einer Welt, die durch den Fluss von Informationen und Daten bestimmt ist? META behandelt, angelehnt an die historische Agenda der Macy-Konferenzen, die Themen “Gedächtnis und Speicher”, “Sprache”, “Kommunikation”, “Lernen und Wahrnehmen”. Die Macy-Konferenzen waren zehn interdisziplinäre Konferenzen, die zwischen 1946 und 1953 in den USA stattfanden. Es war eine bis dahin historisch einmalige offene Versuchsanordnung, in der Wissenschaftler verschiedener Disziplinen wie Neurophysiologie, Mathematik, Psychologie, Soziologie u.a. die Grundlagen der Kybernetik und Kognitionswissenschaft erarbeitet haben.

Mit seinem neuartigen Format möchte META über das Konzept einer Konferenz hinausgehen und ein diskursiver Raum sein, in dem in Festivalatmosphäre die Digitale Moderne und deren radikale gesellschaftliche Veränderungen erkundet und beschrieben werden können. Mitwirkende sollten ihre eigenen Fragen und Thesen mitbringen und bereit dazu sein, Themen vor Ort entstehen zu lassen, sowie einen offenen Dialog zu führen zwischen Menschen, Disziplinen und zwischen Menschen und Maschinen. Der Ausgang ist offen.

© Digiwell

Aufmacherfoto: ALGOBABEZ performance (Joanne Armitage and Shelly Knotts) / Photo Antonio Roberts/Hellocatfood

Wer teilnehmen möchte, muss sich vorab unter metamarathon.net  bewerben. Die Teilnahme kostet inklusive Verpflegung und Schlafplatz 42 Euro, es können insgesamt 400 neugierige Pioniere dabei sein. Unter anderem angemeldet haben sich schon Kreative und Denker aus Forschung, Lehre, Wirtschaft, Kunst und Kultur wie die Künstlerin und Komponistin Erin Gee, die Professorin und Kuratorin Joasia Krysa, der Künstler und Professor Hans Bernhard (Uebermorgen.com), der Professor Chris Geiger, nyris-Gründerin Anna Lukasson-Herzig u.v.m.